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ESSAOUIRA

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Der Fischereihafen war bereits den Phöniziern des 7. Jahrhundert v. Chr. und den Römern bekannt. Im Laufe seiner Geschichte entwickelte sich der Ort zum Stütz- und Knotenpunkt des Karawanen- und Seehandels. Zeitweise nutzten Piraten die Stadt als Versteck.

Im Jahre 1506 begannen die Portugiesen mit dem Bau der Hafenbefestigungen. Sultan Mulai Abdelmalek aus der Dynastie der Saadier setzte den Festungsbau im Jahre 1628 fort. 1765 begann der Alawiden-Sultan Sidi Mohamed Ben Abdallah mit dem Ausbau Essaouiras zum zu seiner Zeit größten Seehafen Marokkos. Der französische Gefangene Théodore Cornut wurde mit der Planung der Festungsbauwerke und einzelner Stadtteile beauftragt.

In den folgenden Jahrhunderten baute Essaouira seine wichtige Position als Knotenpunkt im Karawanenhandel weiter aus und gelangte zu erheblichem Wohlstand. Nach der französischen Besetzung Timbuktus im Jahre 1893 verlor die Stadt im Laufe des 20. Jahrhunderts zunehmend an Bedeutung da ihre wichtigsten Handelsverbindungen unterbrochen wurden.


Essaouira liegt ein paar Autostunden von Marrakech entfernt. Längs der malerischen Strecke kann man über Arganenbäume staunen, in denen gefräßige Ziegen herumklettern. Essaouira, die faszinierende Küstenstadt am Atlantik, deren mächtige Wellen die weißen Befestigungsmauern peitschen, ist längst in aller Munde. Das ehemalige Mogador war einst die Drehscheibe schwunghaften Handels und ein Unterschlupf von Schmugglern und Piraten.

Haupterwerbszweige der Stadt sind Fischfang und Fremdenverkehr. Essaouira wird vor allem von Touristen aus den marokkanischen Großstädten besucht, verzeichnet aber auch steigende Besucherzahlen aus Europa.

Die Medina von Essaouira wurde im Jahre 2001 in die UNESCO-Liste der schützenswerten Sehenswürdigkeiten der menschlichen Welt eingetragen und zählt somit zum Weltkulturerbe.